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Tuina-Praktik
„Tui“ = Schieben
„Na“ = Greifen
sind 2 von vielen verschiedenen Grifftechniken aus der Tuina-Praktik.
Sie ist eine der ältesten komplexen manuellen Therapien und wichtiger
Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin, TCM.
Ihre Wirkung beruht auf einer "Öffnung" blockierter Leitbahnen/Meridianen und der Anregung von Blut- und Energiekreislauf mit dem Ziel, die Disharmonie von Yin und Yang wiederherzustellen.
Immer handelt es sich um sanfte, wenn auch kraftvolle Berührungen, mit denen punktuelle Reize an Akupunkturpunkten aber auch großflächige Massagen durchgeführt werden. Die Tuina-Praktik wird sowohl direkt (lokal) wie indirekt (reflektorisch) an den verschiedenen Körperregionen eingesetzt.
Sie gilt als Präventionsmassage und Energiearbeit. Der Mensch wird als Gesamtheit von Körper, Geist und Seele empfunden und behandelt.
Klienten sind über die schnelle Wirkungsweise erstaunt und oft wird die Tuina-Praktik mit speziellen Methoden wie z.B. Moxibustion (Wärmetherapie), Schröpfen, HACI oder Guasha kombiniert und unterstützt. Applikationen wie Öl, Wasser, Puder oder Schnaps werden nur befundgerecht angewandt.
Die Tuina-Praktik zeichnet sich durch ihre unmittelbare Effizienz aus.
Indikation
- Probleme im Bewegungsapparat
- Verspannungen und Kopfschmerzen
- Schlafstörungen
- Regeneration und Erschöpfung
- Verdauungsprobleme
- Magen- und Darmbeschwerden
- Antriebslosigkeit
- Menstruationsbeschwerden (z.B. PMS)
- Eingeschränkte Beweglichkeit
- Stress und Konzentrationsschwierigkeiten
Kontraindikationen
- Akute Infektionserkrankungen
- Frische Knochenbrüche, offene Wunden oder Verbrennungen
- Lokale Infektionen und Hauterkrankungen
- Hämophilie
- Tumore und starke Osteoporose
- Akute Herz- und Gehirngefäß-Erkrankungen
- Menschen unter Alkohol- oder Drogeneinfluss
Kindertuina-Praktik
Die Kindertuina-Praktik ist eine sehr sanfte, auf die Bedürfnisse von Kindern im Alter von 0 bis 12 Jahren eingehende Massageform.
Durch die Kindertuina-Praktik werden Entwicklung und Wachstum des Kindes gefördert, Körperbewusstsein und Wahrnehmung geschult, das Autoimmunsystem und die Blutqualität gestärkt und eine Verbesserung der Atmungs- und Verdauungsfunktion bewirkt.
Das verhindert, dass die alltäglichen kleinen Beschwerden wie Husten, Schnupfen und Verdauungsprobleme zu größeren Schwierigkeiten oder gar chronischen Erkrankungen wie Bronchitis, Asthma oder Allergien werden.