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Logopädie

Logopädie

Logopädische Arbeisgebiete, Kurz-CV, Fortbildungen

Susanne M. Javorszky, MSc

Juli 2018

 

SCHLUCKSTÖRUNGEN – DYSPHAGIEN

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Der Schluckakt kann durch unterschiedliche Gründe beeinträchtigt werden – sei es durch Operationen im Kopf- Halsbereich, Intubation oder neurologische Schädigungen wie Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Trauma. In jedem Fall gehen Dysphagien, also Schluckstörungen, immer mit einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität einher.

Durch gezielte Übungen, aber auch durch eine Optimierung von Speisenkonsistenz und Körperposition während dem Essen und Trinken können erhebliche Erfolge erzielt werden, wie beispielsweise beim Aufbau von oraler Ernährung bei Sondenerährung bis hin zur Sondenentwöhung.

 

NEUROGENE SPRECH- UND SPRACHSTÖRUNGEN – APHASIE & DYSARTHRIE

Sowohl hirnorganische Schädigungen als auch Nervenlähmungen im Gesichtsbereich oder fortschreitende Krankheiten können dazu führen, dass Sprache und Sprechen beeinträchtigt sind. Als soziales Wesen leiden Menschen unter dem Verlust oder der Einschränkung der Kontaktfähigkeit immens – Logopädie kann helfen, die Freude an der Kommunikation wieder zu erlangen oder die Verständlichkeit zu erhöhen.

 

KANÜLENMANAGEMENT

Nach Operationen im Halsbereich, aber auch nach Langzeitbeatmung oder bei hochgradigen Schluckstörungen kann das Setzen einer Trachealkanüle notwendig sein. Nicht immer aber muss diese für das restliche Leben behalten werden. In jedem Fall stellen Trachealkanülen eine große Umstellung und Herausforderung dar – unter logopädischer Betreuung gelingt dies sicher und schnell.

 

MYOFUNKTIONELLE THERAPIE

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Oft in Kombination mit kieferorthopädischer Behandlung wird festgestellt, dass der Erfolg der Behandlung durch eine fehlgelernte Zungenbewegung beim Schlucken beeinträchtigt wird. Diese kann durch konsequente Therapie schnell und dauerhaft umgelernt werden.

Auch Kinder mit häufigen Atemwegsinfekten tendieren dazu, vermehrt durch den offenen Mund zu atmen und dadurch die Spannungsverhältnisse im gesamten Mundraum zu verändern – was sich auf Aussprache und Immunsystem sowie die Kieferentwicklung und Zahnstellung auswirkt.

Je nach Alter kommen mehr oder weniger spielerische Übungen zur Zungenkräftigung und -beweglichkeit sowie zum Lippenschluss zum Einsatz. Selbstverständlich wird damit auch die Aussprache mitbehandelt, ab dem Volksschulalter wird der Schluckvorgang selbst zum Thema gemacht.

 

KINDLICHE SPRACH- UND SPRECHENTWICKLUNGSSTÖRUNGEN

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Sprechen lernen ist eine unglaubliche Leistung, die fast alle Kinder mühelos meistern – doch bei einem derart komplexen System kann es natürlich immer wieder zu Abweichungen der als „normal“ angenommenen Abläufe kommen.

Sowohl die Beherrschung der Grammatik, als auch die korrekte Aussprache aller Laute können Schwierigkeiten bereiten.

Hier kann Logopädie helfen, und bei guter Zusammenarbeit sehr schnell große Erfolge erzielen – vorausgesetzt, die in der Therapie gelernten Übungen und Inhalte werden auch Zuhause angewendet und umgesetzt.

 

STIMMPROBLEME

Die Stimme kann grundsätzlich durch zwei verschiedene Faktoren beeiträchtigt sein: durch organische Veränderungen im Bereich des Kehlkopfes einerseits, und durch Fehlspannungen und falsche Verwendungsgewohnheiten – also funktionelle Probleme – andererseits.

Bei beiden Ursachen kann Logopädie unterstützen, den Stimmklang, die Lautstärke und Resonanz zu verbessern.

Die wichtigsten Säulen der Stimmtherapie sind Atmung, Haltung und Tonus – im Großen und im Kleinen. Durch meine langjährige Erfahrung mit Yoga spielen Atmung und Körperwahrnehmung durchlaufend eine große Rolle bei jeder Stimmtherapie.

Sich auf seine eigene Stimme einlassen, sie zum Klingen zu bringen und damit Räume zu füllen ist eine sehr persönliche Arbeit, welche sich meist über einen längeren Zeitraum erstreckt. Bei mir steht die Sprechstimme im Vordergrund, um diese aber in all ihrer Fülle kennenzulernen und verwenden zu können, wird immer auch die Singstimme eingebunden – Musikalität ist aber keine Voraussetzung für eine gelungene Stimmtherapie!

 

ATEMTHERAPIE

Atemtherapeutische Übungen unterstützen die respiratorischen Funktionen, wenn Lunge und Atemmuskulatur aufgrund von Erkrankungen oder Verletzungen in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt sind. Ziele sind dabei die Atemvertiefung, Kräftigung und Koordination der Atemmuskulatur sowie Sekretmanagement im Sinne des unterstützten oder forcierten Mobilisierens von zähem Sekret aus der Lunge.