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Schlagwort-Archiv Rehabilitation – Neurologie

Perfetti – kognitive therapeutische Übungen

Das Ziel der therapeutischen Übungen von Perfetti ist, physiologische Bewegungen wieder herzustellen, die im Gehirn gespeichert sind.

Die Bewegungsplanung beginnt im Gehirn. In der Therapiestunde arbeitet der Patient mit geschlossenen Augen, um sich Informationen über das Spüren zu holen und diese zu verarbeiten. Er richtet seine Aufmerksamkeit auf die Wahrnehmung, Sensibilität (taktil und kinästhetisch) und kontrolliert seine abnorme Reaktion auf die Dehnung und Irradiation.

Wichtiger Teil der Therapie ist die Imagination, die Anwendung von Metaphern und die perzeptive Hypothese.

 

Imagination und Metaphern:

-Wie fühlt sich der gesunde Arm bei der Streckung des Ellbogens an?

Übertragen sie dieses Gefühl auf die andere Seite

Wann haben Sie früher – z.B. vor dem Schlaganfall – eine besondere Situation erlebt, in der der Arm sich locker angefühlt hat und Sie eine Bewegung (z.B. EX im Ellbogen) ausführen konnten?

Stellen Sie sich vor, die Muskeln sind weich, sie schmelzen wie Käse…

Perzeptive Hypothese:

Der Patient analysiert visuell ein Objekt und soll sich Gedanken darüber machen, wie sich dieses taktil/kinästhetisch anfühlt. Der Therapeut führt die Bewegung aus, der Patient hat geschlossene Augen, er nimmt das Objekt oder die Figur wahr, die er vorher visuell analysiert hat und soll die Oberfläche (das Material), die Ecken, die Ränder, die Figur erkennen. Der Patient muss danach vergleichen, was er vermutet hat zu spüren und was er tatsächlich wahrgenommen hat.

Die Bewegung (Muskelkontraktion) soll das Ergebnis aus dem Denkprozess sein.

Übung 1. Grad:

  • Patient ist passiv, Augen sind geschlossen
  • geführte Bewegungen durch den Therapeuten
  • Schulung der Wahrnehmung, Kinästhesie, Sensibilität
  • Kontrolle der abnormen Reaktion auf Dehnung
  • Physiologische Bewegung spüren, elementare Schemata verhindern

Übung 2. Grad:

  • geführte Bewegungen von Therapeuten mit aktiver Bewegung des Patienten
  • Physiologische Bewegungen lernen und spüren
  • Kontrolle der abnorme Reaktion auf Dehnung
  • Aktivierung der erste Rekrutierung

Übung 3. Grad:

  • Patient lernt fragmentierte Bewegungen
  • Konzentrische und exzentrische Bewegungen
  • Erkennung der Distanz, Ebene, Bewegung der einzelnen Körperabschnitte in der bestimmten  Reihenfolge erkennen

Sportphysiotherapie

Rehabilitation – Orthopädie

Präoperativ:

Als Vorbereitung für die Operation nach einer Verletzung ist die Sportphysiotherapie ein wichtiger Bestandteil der Therapie.

Vorteile:
  • Der Patient lernt Übungen und kann sie nach der Operation selbst besser anwenden.
  • bei eingeschränkter Beweglichkeit des Gelenkes wird in der Therapie eine manuelle Mobilisation durchgeführt, um volle Beweglichkeit wiederzuerlangen.
  • durch Kraftausdauertraining kommt es zum Muskelaufbau
  • Der Patient wird über die Wundheilungsphasen und  das therapeutische Training aufgeklärt, gewinnt Sicherheit und weiß, was ihn nach der Operation erwartet.

Postoperativ:

Nach einer Operation werden in der Sportphysiotherapie aktive und passive Techniken angewendet.

Zu den aktiven Techniken gehören verschiedene Rehakreise wie Mobilität, Koordination, Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit.
Zu den passiven Techniken gehören Triggerpointtherapie, Faszientechniken und manuelle Therapie.

Die Rehabilitation orientiert sich an den Wundheilungsphasen des jeweiligen Gewebes. Die Übungen werden durch Sportphysiotherapeuten immer an die bestimmte Wundheilungsphase angepasst.
Das Ziel ist die komplette Wiederherstellung von Kraft und Beweglichkeit in der verletzten Struktur und damit Einsatzfähigkeit im Alltag, Hobby- und Profisport.

Rehabilitation – Neurologie

Schlaganfall bedeutet für Patienten den Verlust von Kraft, Koordination und Gleichgewicht.
Physiologische Bewegungen gehen verloren.

In der Sportphysiotherapie lernt der Patient wieder, physiologische Bewegungen zu spüren und auszuführen. Die Übungen werden dabei an den Patienten angepasst und Angehörige werden ebenfalls  in die Therapie einbezogen, denn nur tägliches Training führt auch zum Erfolg.
Ziel ist es, so weit wie möglich Selbständigkeit, Sicherheit und Mobilität im Alltag zu erlangen.